1. Motorman Run in Neuenstadt über 12 Kilometer und 2 mal 26 Hindernissen

 

Wie geil war das denn !!! Ich bin immer noch geflasht. Soweit meine Emotionen nach meinem ersten Adventure Run. Wir waren gut vorbereitet, haben einmal beim Motorman Training teilgenommen und waren in der Vorwoche zweimal in Neuenstadt, um die Strecke und die Hindernisse zu inspizieren. Dementsprechend waren wir vor dem Lauf etwas nervöser als bei einem normalen Volkslauf. Schon bei der Abholung der Startunterlagen fiel einem die super Stimmung mit guter Musik und vielen verkleideten Läufern auf.

Um 14:00 Uhr wurden zuerst die Teilnehmer vom Adventure Company Cup, die eine Runde mit 6 Kilometer vor sich hatten, losgeschickt. Circa 7 Minuten danach war mein Startblock vom Motorman Run über 12 Kilometer dran. Nach circa 100 Metern ging es gleich durch das erste Hindernis, die Schlammpenallee, wie der Name schon sagt mit viel Schlamm. Nach einem längeren, circa 1 Kilometer langen, asphaltierten Abschnitt, der das Feld auseinander zog,  führte die Strecke auf den hügeligen Ameisenpfad und danach gleich weiter zur steilen Rampe 'Der Bürg ruft'. Oben musste man beim Hasenstall unter drei Drahtgittern in tiefster Gangart durchrobben. Dann lief man wieder ziemlich halsbrecherisch die Serpentinen hinunter.

Unten auf dem Stoppelfeld angekommen, durften wir Strohräder überwinden. Elegant und elfengleich überwindet Jutta diese Herausforderung: http://www.youtube.com/watch?v=2d0VxmiZlNU . Als nächstes die Reifeprüfung, ein kleiner Spaziergang über zahlreiche wild übereinander gestapelte Autoreifen. Der nächste Höhepunkt: Brett vorm Kopf, im Video seht Ihr, wie ich die Wand überwunden habe: http://www.youtube.com/watch?v=HBvrJVtBX6A . Nach einem längeren Lauf über das Stoppelfeld passierte man das Glockenspiel, hierbei schlängelte man sich durch dicht herabhängende Baumstämme. Dann durfte man durch die Drecksbühne, ein ein Meter tiefes Schlammfeld, um danach über die prall gefüllten Big Bags zu springen. Nun kam wieder ein Hasenstall zum Durchkriechen, bloß war der jetzt aus Elektrozäunen gebaut (scheiße, ich habe doch tatsächlich einen Stromstoss abbekommen). Das letzte Hindernis auf dem Stoppelfeld war die Torwand, über die man drüberbalancieren musste.

Jetzt durfte man wieder etwas Asphaltlaufen und überquerte den Kocher, um beim Brückentheater durch Gestrüpp zur Pferdekoppel zu kommen, die gespickt war mit Schlammlöchern, engen Ästetunneln und Brennnesselfeldern. Eine kleine Überraschung war die Überquerung von gestapelten Europaletten. Nach einem Stückchen Laufen kam der Darkroom mit Discolicht und -musik und gerade mal 1,50 Meter Höhe. In der nächsten Halle musste man eine zwei Meter hohe Steinmauer bezwingen und noch 2 Lastwagen durchqueren. Nachdem man das geschafft hatte, kam man gleich in die Mezgerallee, ein Singletrail mit viel Gestrüpp und einigen steilen Böschungen.

Mit heißer Musik wurde man empfangen, als man in der Neuenstädter Innenstadt ankam. Und da war sie: die Mauer des Schweigens, ein 5 Meter hohes Heuhindernis. Am Seil kletterte man die hohen Heustufen hinauf, und genauso steil auf der anderen Seite hinunter. Dann wartete auch schon der nächste Höhepunkt auf einen: die Wasserrutsche. Jutta zeigt hier, wie man sie bewältigt: http://www.youtube.com/watch?v=-ri3KlG27DY . Ein Stückchen gelaufen zurück auf die Hauptstraße, und da lag das Volle Rohr, zwei recht enge Betonrohre. Also, wieder mal niederste Gangart und durch. Und weil es so schön war auch gleich noch durch 5 LKW Reifen. Danach durfte man durch einen LKW laufen, um bergab zum Stadtgraben zu gelangen, drei circa 2 Meter tiefe Erdlöcher. Da mussten wir natürlich auch durch. Noch mal ein kurzer Laufabschnitt, bevor man sich die Füße nass machen musste, beim Durchqueren der circa 0,5 Meter tiefen und 5 Meter breiten Brettach. Um hier heraus zu kommen musste man an Steinen hochklettern und ein Geländer überwinden. Das letzte Hindernis waren zwei Röhren unter der alten Kocherbrücke.

Und weil es so schön war, durften wir das Ganze noch mal auf der zweiten Runde genießen. Total euphorisch kam ich relativ weit vorne ins Ziel, die Zeit und Platzierung waren aber absolut zweitrangig. Der Spaßfaktor und das Teamwork standen eindeutig im Vordergrund !!!

 

Bericht von André Dicken